Die Blues-Skala ist für viele Gitarristen der Einstieg in das „typische“ Blues- und Rock-Solo-Spiel. Sie baut auf der bekannten Moll-Pentatonik auf, erweitert sie aber um einen ganz besonderen Ton: die sogenannte Blue Note.
Was ist die Blues-Skala?
Die Moll-Pentatonik besteht aus 5 Tönen. Nimmt man zur Moll-Pentatonik einen zusätzlichen Ton hinzu – die übermäßige Quarte / verminderte Quinte (z. B. in A: der Ton Es/Eb) – erhält man die Blues-Skala.
Sie klingt sofort „bluesig“, leicht schmutzig und spannend – genau dieser Ton sorgt für den typischen Ausdruck.
Besonderheit im Vergleich zur Pentatonik
- Pentatonik: klingt klar, sicher und „sauber“, passt fast immer → ideal für Einsteiger.
- Blues-Skala: klingt „dreckiger“ und ausdrucksstärker, weil die Blue Note einen Spannungs- und Reibungston bildet. Spielt man sie über einen Blues, entsteht dieser typische Zug zwischen Spannung und Auflösung, den man aus unzähligen Solos kennt.
Praktischer Nutzen für Gitarristen
- Du kannst deine vertrauten Pentatonik-Licks einfach um die Blue Note erweitern.
- Solos wirken emotionaler, lebendiger und weniger „schematisch“.
- Die Blues-Skala funktioniert im Blues, Rock, Funk und sogar im Jazz sehr gut.
Wer die Pentatonik bereits sicher beherrscht, hat zur Blues-Skala nur einen kleinen Schritt – aber dieser eine Ton macht klanglich einen riesigen Unterschied.
▶️ Audio-Datei – so sollte die Übung klingen
📄 PDF – Noten/Tabulatur der Übung
