🎼 Arpeggios – Die Kunst der gebrochenen Akkorde
Was sind Arpeggios? (… auch Zupftechniken genannt)
Ein Arpeggio entsteht, wenn die Töne eines Akkords nicht gleichzeitig, sondern nacheinander gespielt werden. Statt alle Saiten auf einmal anzuschlagen, zupfst du jeden Ton einzeln und lässt sie schön zusammenklingen. Diese Technik verleiht deinem Spiel eine melodische, fließende Qualität.
Die Anschlagstechniken: Apoyando und Tirando
Bevor wir zu den Übungen kommen, lass uns die zwei grundlegenden Anschlagtechniken kennenlernen:
Apoyando (Stützschlag):
- Der fast gestreckte Finger schlägt die Saite an und „stützt“ sich danach auf der nächst höheren Saite ab
- Erzeugt einen kräftigen, vollen Ton
- Ideal für melodische Linien
Tirando (freier Anschlag):
- Der Finger bewegt sich nach dem Anschlag in Richtung Handfläche
- Berührt nicht die benachbarte Saite
- Perfekt für Arpeggien und mehrstimmiges Spiel
Der Daumen (p) – richtige Bewegung bei Bass-Saiten
Für die Arpeggien verwenden wir hier zunächst eine einfache Daumentechnik:
- Der Daumen bleibt gestreckt (siehe Bild unten)
- Bewege ihn kurz oberhalb der Bass-Saite zur angegebenen Position
- Drücke die Saite sanft nach unten
- Der Daumen bleibt auf der nächst tieferen Saite stehen bis zum nächsten Anschlag
- Diese Technik hilft dir bei deinen ersten Arpeggien – später lernst du weitere Daumen-Varianten.

👉 Präge dir die Bezeichnungen der Finger der linken Hand ein.

